Heft 8
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6. Mai 2008
Das Hermann Hesse Museum erweitert sein Angebot: Eröffnung des Literaturcafés »Boccadoro«
Café „Boccadoro“, Vicolo dei Somazzi, Montagnola Samstag, den 10. Mai 2008 um 17.30 Uhr
Unmittelbar neben dem Museum haben die Museumsbesucher und andere Interessierte nun in angenehmer Atmosphäre die Möglichkeit Bücher zu lesen, in Zeitungen und Zeitschriften zu blättern und sich mit anderen Gästen auszutauschen. Angesichts des internationalen Publikums steht neben deutsch- und italienischsprachiger auch englische und französische Lektüre zur Verfügung. Die Gäste können zudem einen Computer mit Internetanschluss im Lokal nutzen und vom WAN-Anschluss profitieren. Für das leibliche Wohl sorgen Getränke und kleine Speisen, die vorwiegend von lokalen Lieferanten bezogen werden.
Die Schauspieler Antonio Ballerio (italienisch) und Ernst Süss (deutsch) lesen zur Eröffnung Texte von Hermann Hesse zum Thema „Brot und Wein“, begleitet von Harry White am Saxofon. |
Quelle: Maris Würsch, Montagnola
1. Mai 2008
![[Image copied from Pressemitteilung via Internet. No copyright statement for image given. HHP 2008]](images/gerbersauer-lesesommer-2008.jpg.jpg)
Gerbersauer Lesesommer mit erweitertem Programm Auch 2008 wird es in Calw beim „Gerbersauer Lesesommer“ im Juli und August wieder sechs musikalisch umrahmte Lesungen aus Hermann Hesses Calwer („Gerbersauer“) Erzählungen geben sowie zwei Literarische Spaziergänge durch die Stadt. Darüber hinaus liest an Hesses Geburtstag am 2. Juli seine Enkelin Eva Hesse auf dem Calwer Marktplatz vor dem Geburtshaus. Und zwei weitere Gerbersauer Veranstaltungen finden erstmals in den mit Calw freundschaftlich verbundenen Hesse-Orten Gaienhofen und Montagnola statt. Dazu werden für die Lesung in Gaienhofen am 25. Mai und für das Programm in Montagnola vom 3. bis 5. Oktober Busreisen von Calw aus angeboten (Anmeldung bei Volz-Reisen unter 07052-9689-0). Im Gegenzug wird das „Museo Hermann Hesse Montagnola“ am 27. September in Calw mit einem Hesse-Programm „Magie der Farben“ gastieren. In diesem Zusammenhang zeigt das Calwer Museum von 27. September bis Ende Dezember auch eine Tessin-Fotoausstellung der Montagnoleser Fotografin Giosanna Crivelli. Bereits zuvor im Juli und August präsentiert das Calwer Hesse-Museum eine Wanderausstellung zu den deutschsprachigen Literaturnobelpreisträgern. Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es in einem Prospekt (Flyer), der bei der Stadtinformation Calw, Marktbrücke 1, 75365 Calw, Tel. 07051-968810 erhältlich ist bzw. im Internet [Ed. aus Calw] als PDF-Datei herunterladbar und ausdruckbar ist. |
Quelle und Text:: Herbert Schnierle-Lutz
29. April 2008

Quelle: Helmut Nagel
19. Februar 2008
„Hinduismus, diese genialste, an Plastizität beispiellose Religion“
Ausstellung und Vernissage in Montagnola
![[Abbildung is part of the press release of the Museo Hermann Hesse, Montagnola. No Rights were listed]](images/statua%20indiana-0-klein.jpg)
Zeit seines Lebens war Hermann Hesse fasziniert von der ungewöhnlichen hinduistischen Mythologie und der symbolischen Ausdruckskraft ihrer Darstellungen. Sein literarisches und persönliches Leben wurden stark von dieser Faszination und von seiner intensiven Beschäftigung mit den vielfältigen religiösen Formen und Philosophien Indiens beeinflusst. In dieser Ausstellung kommentieren und vertiefen seine Reflexionen eine Auswahl von Skulpturen und Miniaturen, welche die indische Götterwelt abbilden. Dank der wertvollen Zusammenarbeit mit dem Museo delle Culture Lugano können seltene, aussergewöhnliche Holzskulpturen, die kunstvoll über die Jahrhunderte von den Gläubigen angefertigt wurden, bewundert werden. Im Zentrum der Ausstellung steht die grosse Statue, die Krishna als Kind zusammen mit seinem Bruder und der Pflegemutter Yashoda abbildet. Diese Statue sowie die anderen Skulpturen werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Dank dem Rietberg Museum Zürich bietet die Ausstellung dem Besucher die Möglichkeit etwa zwanzig wundervolle Originalminiaturen aus dem 18. Jahrhundert, die überwiegend aus der Region Pahari stammen, zu bewundern. Auf diesen Miniaturen werden die verschiedenen Erscheinungsformen der bekanntesten hinduistischen Gottheiten dargestellt. Farben und Anmut der Miniaturen sowie der von den Skulpturen ausgehende Zauber werden von Reflexionen Hermann Hesses über die Religion und die indische Philosophie begleitet. Diese Reflexionen basieren auf Texten, welche der Schriftsteller während seines Lebens schrieb und die ein wesentlicher Bestandteil seines literarischen Werkes sind. Diese Texte werden dem Besucher in Form von Projektionen dargeboten. Ferner sind Briefe und persönliche Gegenstände Hermann Hesses ausgestellt. Anlässlich der Samstag, 22. März um 17.30 Uhr stattfindenden Vernissage wird Dr. Eva Zimmermann, die für die Konzeption der Ausstellung verantwortlich ist, eine Einführung geben. Ferner werden sich Dr. Jorrit Britschgi, Assistenzkurator am Rietberg Museum, und Dr. Paolo Campione, Direktor des Museo delle Culture, mit Beiträgen beteiligen. Regina Bucher, die Kuratorin der Ausstellung und des Katalogs (in deutscher und italienischer Sprache), wird letzteren dem Publikum vorstellen. Mit grosser Sachkenntnis und Feinfühligkeit ergründet Dr. Eva Zimmermann in der vorliegenden Publikation, worin genau die Faszination des Hinduismus für Hermann Hesse bestand und wie dessen Inhalte sein Leben und Werk beeinflussten. Für ein besseres Verständnis dieses Themas ist es hilfreich, sich zunächst mit der hinduistischen Götterwelt vertraut zu machen. Dr. Jorrit Britschgi führt in seinem Beitrag kurz und allgemein verständlich in die vielfältigen Erscheinungsformen der Götter ein, charakterisiert Shiva, Vishnu, Ganesha und Krishna. Giulia Bellentani befasst sich mit den Prozessionen, in denen die Götter die Tempel verlassen und sich auf riesigen Wagen dem Volk zeigen. Farbreproduktionen des in der Ausstellung gezeigten Materials begleiten diese wertvolle Publikation. Während der gesamten Ausstellungszeit werden Veranstaltungen, die das Thema weiter vertiefen und dem Besucher die Möglichkeit bieten Hermann Hesses Indien besser kennen zu lernen, stattfinden. (Pressemitteilung d. Museums) |
Eine Lesung besonderer Texte zum Thema Indien mit dem Titel „Ein Schlüssel zum Herzen der Welt“ - Hermann Hesse und der Hinduismus findet am Ostersonntag, dem 23. März um 17.00 Uhr statt. Es lesen Rudolf Cornelius und Antonio Ballerio werden; Dr. Eva Zimmermann moderiert die Veranstaltung und Adalberto Zappalà begleitet auf der Sitar.
Am 12. April wird Giulia Bellentani, Mitarbeiterin des Museo delle Culture Lugano, zu Gast sein und eine Konferenz zum Thema „Götter und Göttinnen in Indien. Die Vielfalt der Göttlichkeit“, halten.
Am 17. Mai spricht Dr. Jorrit Britschgi, Assistenzkurator am Rietberg Museum, in deutscher Sprache, über „Die Entwicklung der indischen Malerei: Themen und Techniken“.
Anlässlich des Ausstellungsendes, am 30. August, wird ein indisches Konzert mit Udai Mazumdar und seinem Ensamble veranstaltet.
__________________________________ Das Museum Hermann Hesse Montagnola ist täglich von 10 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet. Eintritt: Fr. 7.50/Fr.6.-.
Weitere Informationen unter info@hessemontagnola.ch oder telefonisch unter 091.993.37.70 |
Quelle: Maris Würsch, Montagnola
![[Archive Photo: Hotel Waldhaus, Sils-Maria, Engadin. Photographer: not listed. HHP 2008]](images/waldhaus-hotel.jpg)
Hotel Waldhaus - Sils Maria, Engadin
(Programm nebst Anmeldecoupon hier klicken)
Silser Hesse Tage 2008 Donnerstag, 26. Juni bis Sonntag, 29. Juni Hesses weltweite Wirkung Die 9. Silser Hesse-Tage sind unter dem Titel «Hesses weltweite Wirkung» zusammengefasst und setzen sich mit Hesses weltweiter Wirkung und seinen Bezügen zur Weltliteratur auseinander. Hermann Hesse, Literatur-Nobelpreisträger 1946, gehört weltweit zu den am meisten gelesenen Autoren. Sein Werk ist in über 60 Sprachen übersetzt und in über 120 Millionen Exemplaren verbreitet worden. Welche Bedeutung ihm als Vermittler zwischen den Kulturen zukommt, zeigen die Rezensionen und Aufsätze, die einen Viertel seines Schaftens ausmachen. Während eines halben Jahrhunderts hat Hesse unermüdlich registriert, was in der Weltliteratur erschienen ist, von Deutschland, Amerika und Frankreich über Russland bis nach Indien und China. Er hat auf Neuerscheinungen hingewiesen, zu Unrecht vergessene Autoren wieder ins Bewusstsein gerückt und stets von neuem die Bedeutung guter Übersetzungen für die Kenntnis anderer Literaturen hervorgehoben. Früh hat er sich für Franz Kafka und Robert Walser eingesetzt. Immer wieder ist er auf Mörike, Hölderlin und Jean Paul, auf Boccaccio und Dostojewskij zu sprechen gekommen. Und stets hat er sich gegen alle Formen von Nationalismus und Chauvinismus gewandt. Die 9. Silser Hesse-Tage finden wiederum im Hotel Waldhaus Sils Maria statt, das 2008 sein hundertjähriges Bestehen feiert. Es steht seit der Gründung im Besitz der gleichen Familie und hat von Friedrich Dürrenmatt und Albert Einstein über C. G. Jung, Hermann Hesse und Thomas Mann bis Lucchino Visconti immer wieder prominente Gäste aus Literatur und Kultur beherbergt. Das vielseitige Programm richtet sich einerseits an Kennerinnen und Kenner von Hesses Werk, anderseits an alle Interessierten, die auf diesem Weg einen der erfolgreichsten Schriftsteller und einflussreichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts kennen lernen möchten. Neben Vorträgen von renommierten Persönlichkeiten stehen gemeinsame Diskussionen über Hesse, eine Lesung im Lärchenwald des Hotels und ein musikalischer Abend auf dem Programm. Die 9. Silser Hesse-Tage werden wiederum betreut von Volker Michels, dem langjährigen Hesse-Herausgeber im Suhrkamp-Verlag in Frankfurt a.M., und von Thomas Feitknecht, 1990-2005 Leiter des Schweizerischen Lireraturarchivs |
Quelle und Text: T. Feitknecht , Bern
2. Januar 2008
Das Hermann-Hesse-Museum in Calw
Ab 27. Januar 2008 Sonderausstellung zu
Hermann Hesses „Demian“
zeigt Gunter Böhmers Illustrationen
Einführungsvortrag von Volker Michels zum Roman
Calw. Noch bis zum 20. Januar ist im Hermann-Hesse-Museum die „Gerbersau“-Austellung zu sehen, die mit alten Fotos von Calw die Stadt zur Jugendzeit Hermann Hesses zeigt. Zu ihr ist auch ein Foto-Bändchen „Calw – Hermann Hesses Gerbersau“ erschienen, das im Museum und im Buchhandel erhältlich ist.
Ab 27. Januar wird eine neue Sonderausstellung präsentiert zu Hermann Hesses Roman „Demian“, die um 14 Uhr mit einem Vortrag von Volker Michels eröffnet wird, des Herausgebers der Werke Hermann Hesses im Suhrkamp Verlag. Er wird in den Roman und seine Geschichte einführen.
„Demian“ ist nach „Unterm Rad“ der zweite Roman, in dem Hermann Hesse seine Jugendzeit reflektiert hat, und entsprechend ist seine Heimatstadt Calw deutlich erkennbares Vorbild für einige Schauplätze des Romans gewesen.
Aus seinen eigenen Jugenderlebnissen heraus erzählt Hermann Hesse darin die Geschichte von Emil Sinclair, der im Städtchen in einem behüteten Elternhaus aufwächst und doch immer mehr in Konflikte mit sich und der Umwelt gerät. Nur durch einen geheimnisvollen, wissenderen Mitschüler namens Demian kann er sich immer wieder retten und findet schließlich seinen eigenen Weg.
Die kleine Ausstellung will einen Überblick über den Roman und seine Entstehung geben. Ergänzt wird sie durch die Präsentation der kongenialen Illustrationen, die Gunter Böhmer, der Illustrator und Freund Hermann Hesses, zum „Demian“ angefertigt hat. Diese im Besitz der Calwer Gunter-Böhmer-Stiftung befindlichen Zeichnungen wurden 1975 in einer Buchreihe über die Literatur-Nobelpreisträger veröffentlicht und sind hier erstmals im Original zu sehen.
Die von Herbert Schnierle-Lutz konzipierte Ausstellung ist bis Juli 2008 während der Öffnungszeiten des Hermann-Hesse-Museums zu besichtigen.
Quelle und Text:: Herbert Schnierle-Lutz
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