© HHP 6/3/01 GG
Prof. Reso Karalaschwili, Tiflis, Georgien.  Archivfoto.

 
 
Professor Reso Karalaschwili, Tiflis

Zu den hochkarätigsten wissenschaftlichen Analysen, die in den letzten 20 Jahren über das Werk Hermann Hesses publiziert wurden, zählen die Essays des georgischen Germanisten Reso Karalaschwili. Sie sind von einer Gründlichkeit und komparatistischen Belesenheit, die in der Literatur über Hermann Hesse bisher einzigartig ist. Seit den 60er Jahren übersetzte er Hesses Werke ins Georgische und hat für die Popularisierung dieses Autors in seiner Heimat wie auch in Russland (durch Symposien und Publikationsinitiativen) mehr getan und bewirkt als Generationen von Literaturwissenschaftlern vor ihm. Er war der renommierteste Schüler von Lew Kopelew und wohl der beste Goethe-Kenner unter den Germanisten der ehemaligen UdSSR.

Reso Karalaschwili, 1940 in Tbilissi (Georgien) geboren, gestorben 1989 in Weimar, studierte Germanistik an der Staatlichen Universität Tbilissi. 1971 Promotion mit einer Arbeit über “Die philosophische Grundlage in Hermann Hesses Spätwerk”. 1983 habilitierte er sich mit einer Studie über Hesses Poetik. Danach wurde er Leiter des Lehrstuhls für deutsche Philologie an der Universität Tbilissi. Zahlreiche Veröffentlichungen über klassische und moderne deutsche Literatur, u.a. über Goethe, Kafka, Musil, Thomas Mann, Hesse, BÖll, Strittmatter, sowie zur kommunikativen Poetik und Theorie des Romans.