© HHP 5/12/99 GG
[Romain Rolland, Kopie einer Farbphotographie, auf Hesses Schreibtisch, Gisele Freund, Paris][Romain Rolland, Foto Keystone, FAZ 5/8/99]

Romain Rolland


Als unbeugsamer Pazifist des Ersten Weltkrieges ("Au-dessus de la mêlée", 1915) war Romain Rolland Weggenosse und Freund Hermann Hesses.  Vor allem für seine Roman-Dekalogie Jean-Christophe erhielt er 1915 den Nobelpreis.  Er bekleidete eine Professur an der Pariser École Normale Supérieure und an der Sorbonne und gab der französischen Beethoven-Rezeption einen wuchtigen Anstoß mit seiner Beethoven Biographie. Als Goethe und Beethoven Verehrer erwärmte er sich für die wenig verbürgte, idealisierte Darstellung  Bettina von Arnims der Beziehung Goethes und Beethovens zueinander. Man kann ihn als einen der wichtigsten Kronzeugen deutsch-französischer Verständigung ansehen.  Er teilte Hesses Interesse für indische Kultur.  Hesse widmete ihm den ersten Teil seiner indischen Legende "Siddhartha".  

 
Quelle: FAZ, 8.5.99