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Hermann Hesse

Sämtliche Werke
in 20 Bänden

[Graphic taken from subscription prospectus,  Suhrkamp, Frankfurt, 30.11.2000]
 
 

Herausgegeben von Volker Michels

Etwa 14 000 Seiten
(Pro Halbjahr erscheinen in Folge
fünf weitere Bãnde der Ausgabe.)


Hermann Hesses Bücher haben im Verlauf der letzten drei Jahrzehnte eine Resonanz erlebt, für die es in der deutschen Literaturgeschichte keinen Vergleich gibt.  In einem Zeitalter zunehmender Desorientierung verbinden sie Ethik und Ästhetik, Tradition und Moderne mit einem zukunftsoffenen Weltbild.  Hesses überregionale, die unterschiedlichsten Kulturen und Konfessionen integrierende Haltung fördert jene zivilisatorischen Gemeinsamkeiten, die in einer Zeit der Globalisierung unentbehrlich sind.  Der Index translatorum der UNESCO weist Hesse als den meistübersetzten deutschsprachigen Autor seit den Gebrüdern Grimm aus.  Die Weltauflage seiner in annähernd 60 Sprachen übertragenen Bücher beläuft sich inzwischen auf mehr als 100 Millionen Exemplare; ein knappes Viertel davon entfällt auf die deutschsprachigen Ausgaben. 

1957, anläß1ich Hermann Hesses 80. Geburtstag, brachte der Suhrkamp Verlag die erste geschlossene Ausgabe seiner Gesammelten Dichtungen in sieben Bänden heraus.  An diese von Hesse selbst konzipierte Edition hielt sich auch die Werkausgabe, die 1970 als Taschenbuchkassette unter dem Titel Gesammelte Werke in 12 Bänden erschien.  All diese Editionen waren Auswahlausgaben, die auf etwas mehr als 7000 Seiten vorwiegend den poetischen Teil von Hesses Gesamtwerk enthielten.

Die neue Ausgabe seiner sämtlichen Schriften versammelt nun erstmals in transparenter thematischer und chronologischer Ordnung neben den Romanen, Gedichten, Erzählungen, Märchen und Legenden auch Hesses politisches, kulturkritisches und autobiographisches Werk (s. Editionsplan).

Neben den vielen, seit der Jahrhundertwende verstreut in zahlreichen Zeitschriften und Zeitungen erschienenen Beiträgen, die nur zum Teil in Buchform überliefert sind, berücksichtigt die Ausgabe auch die noch unveröffentlichten Manuskriptbestände.  Der größte Teil dieser hier erstmals und meist nach den Handschriften gedruckten Arbeiten entfällt auf den Band Jugendschriften.  Er dokumentiert Hesses bereits seit seinem zehnten Lebensjahr einsetzenden schriftstellerischen Anfänge, erste Zyklen mit Liebesgedichten, frühe Leseerfahrungen, dramatische Versuche, Reiseskizzen und erste Erzählfragmente, darunter den noch unveröffentlichten Roman Der Dichter. Ein Buch der Sehnsucht und selbstverständlich seine ersten Prosabücher Eine Stunde hinter Mitternacht und die Hinterlassenen Schriften und Gedichte von Hermann Lauscher bis hin zu den Monographien über Boccaccio und Franz von Assisi.

Die Bände 2 bis 5 enthalten die epischen Hauptwerke von Peter Camenzind bis zum Glasperlenspiel, erstmals mit einem Anhang, der die wichtigsten Frühfassungen und Varianten überliefert.

Die Bände 6 bis 10 mit sämtlichen Erzählungen, Märchen, Legenden, Idyllen, dramatischen Versuchen, Gedichten und Nachdichtungen schließen den fiktionalen Teil des Werkes ab.

Die Bände 11 bis 20 enthalten mit den Tagebüchern, Reiseberichten, Gedenkblättern, Betrachtungen und Feuilletons das autobiographische Werk sowie die politischen, kulturkritischen und essayistischen Schriften und Rezensionen.  Nachworte mit den wichtigsten Daten und Informationen zu Entstehungs- und Wirkungsgeschichte komplettieren jeden der Bände.

Den Abschluß der Ausgabe bildet ein ausführliches Gesamtregister mit einem alphabetischen Verzeichnis sämtlicher in den zwanzig Bänden enthaltener Einzeltitel sowie einem Personenindex, der diese erste vollständige Leseausgabe erschließt und auch für wissenschaftliche Zwecke nutzbar macht.

 


 


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